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Technik, Datenschutz | 30.11.2014

Nicht jedem kostenlosen Angebot vertrauen

Webseite von ShareButton.net

Webseite von ShareButton.net

Zahlreiche kostenfreie Angebote finden sich im Internet. Nicht zuletzt Betreibern von kleinen Webseiten werden zahlreiche Tools angeboten, um das eigene Online-Angebot zu bereichern. Doch wer solche fremden Dienste einbinden will, sollte seinen Partner mit Vorsicht auswählen. Aktuell lässt mich hier das Angebot von sharebutton.net vorsichtig werden.

Aufmerksam wurde ich auf diese Webseite in meinen Server-Logs. Angeblich kamen von dieser Domain Besucher auf meine Webseite. Aber auf der entsprechenden Webseite fand ich keine Links zu meinem Online-Auftritt.

Allerdings bot mir die Webseite an, ganz einfach und kostenlos Verlinkungs-Möglichkeiten zur verschiedenen Social-Media-Angeboten wie Facebook, Twitter und Google+ in meine Webseite einzubinden. Wurde ich nur geködert, um mir dieses Angebot anzusehen?

Ein Impressum oder einen anderen Hinweis auf den Anbieter dieses Angebots fand ich nicht. Ein Blick in den Quellcode der Seite zeigte aber Verknüpfungen mit einem russischen Dienstleister. Weitere Recherchen verwiesen auf einen Server-Standort in den Niederlanden - und der Domain-Händler Sedo listet den Domainnamen sogar als zum Verkauf stehend.

Warum aber sollte ich nicht in der Zwischenzeit dieses kostenlose Angebot für mich arbeiten lassen?

Weil es schwer ist, zu erkennen, was sich bei einer solchen Anbindung eines externen Dienstleisters im Hintergrund tut. Ich müsste auf meiner Webseite Inhalte eines fremden Servers einbinden und meinen Nutzer zugänglich machen. Danach würden meine Nutzer - guten Glaubens - selbst Daten von diesen mir unbekannten Servern abrufen.

Ohne zu wissen, was in diesem konkreten Fall tatsächlich geschieht: Dieses Vorgehen birgt generell die Gefahr, dass Nutzungsdaten meiner Webseite von Dritten mitgelesen werden. Zudem könnte der Anbieter eines solchen Dienstes damit auch Inhalte in meine Webseite einbinden, die ich nicht haben möchte - von Werbebannern bis hin zu schädlicher Software wie Viren oder Trojanern.

Wer solche Dienste also nutzen will, sollte sich zunächst gut über seinen Partner und dessen Vertrauenswürdigkeit informieren. Dazu gehört es, nicht einfach ein kostenloses Angebot zu übernehmen - sondern nach Nutzungsbedingungen zu schauen aus denen hervorgeht, welche Interessen der Anbieter der fremden Leistung hat. Hier sollte auch verlässlich erklärt sein, was mit erhobenen Daten geschieht und was beispielsweise im Fall eines Kaufs der Domain durch einen weiteren Dienstleister geschehen wird. Dazu verlangen seriöse Anbieter auch eine Registrierung - damit sie Nutzer ihrer Dienstleistung bei Änderungen der Nutzungsbedingungen informieren können.

Zudem gehört in solchen Fällen immer eine Erklärung in die eigenen Datenschutzhinweise, damit sich Nutzer über eine mögliche Weitergabe von Daten informieren können.

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Tags: Facebook, Fake, Free, Google, Share, Sicherheit, Twitter


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Detail-Informationen

Eintrag erfasst:
30.11.2014, 00:14 Uhr
Letzte Änderung:
30.11.2014, 00:18 Uhr
Eintrag publiziert:
30.11.2014, 00:18 Uhr
An Newsletter geschickt:
10.12.2014, 11:50 Uhr

 

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